Einst ein Kirschbaum im Hofe stand.Bremerstraße 123.Hamburg. khahh

Großmutters Stadthaus: Hamburg, Bremerstraße 123. Um ANNO 1940 - 1943.

Einst ein Kirschbaum im Hofe stand.
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Ein kleiner Kirschbaum im Hofe stand,
als kleiner blonder Bub ich so manche
Kirsche unter seinem Blätterdach fand.
Gar auch Hühner, die gackernd im Hofe
hin und her liefen, als wenn sie nach
langen Regenwürmer laut riefen und
ich kleiner Bub, zwischen den Hühnern
ganz unbekümmert, jauchzend und ohne
Sorgen, noch nicht denkend an Morgen.
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Doch heute ist der Kirschbaum und auch
die Hühner und sogar das schöne Haus,
verschwunden durch gar unruhige Zeiten,
hinterließen nur Schutt und große Wunden,
Nun steht dort wieder so ein neues Haus,
aber ich kenn mich dort gar nicht mehr aus.
Der neue Besitzer ist mir bekannt, irgendwie
bin ich mit ihm, um vier Ecken sogar verwandt;
doch er hat mich nicht ein einzig Mal erkannt,
als ich vor dem Hause, mit großen Augen stand.
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Sehe immer noch in meinen nächtlichen Träumen

die faszinierende und so nahstehende Brücke und
das kleine, gemütliche, ach so gänzlich schmucke
Gründer-Haus, meiner so geliebten Großmutter,
ihren Kirschbaum, die gackernden Hühner im Hof,
und in den Ecken, das saftige Gras und das Moos;
mich lässt jene paradiesische Idylle, aus meiner
behüteten Kindheit, nach mehr als einem halben
Jahrhundert, immer noch nicht so richtig gar los.
-...-
Tschüß Kuddelahh. Hamburg.
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